Dezember 21 2018

Energiespartipps der VSZ

Wer Energie sparen will, muss nicht unbedingt auf Komfort verzichten. Denn schon wenige Änderungen im eigenen Verhalten können viel bewirken. Die VSZ sagt Ihnen, wie’s geht.

Wenn man alte Geräte austauscht, die manchmal regelrechte Stromfresser sind, kann man durch energiesparende Geräte viel Strom und damit natürlich auch Geld sparen.

Energieeffizienzklassen

Seit dem 1. März 2021 gelten in der EU neue Energieeffizienzklassen. Die Änderungen betreffen Waschmaschinen, Fernseher und Monitore, Kühl- und Gefriergeräte sowie Spülmaschinen. Für Lampen, bzw. Leuchtköper soll das neue Energielabel im September eingeführt werden. Für alle anderen Geräte, wie z. B. Staubsauger, Wäschetrockner oder Backöfen soll die Einführung in Belgien frühestens 2023 oder 2024 erfolgen

Es gibt nur noch die Effizienzklassen A bis G mit der entsprechenden Farbskala von grün, d.h. besonders sparsam, bis dunkelrot für wenig energieeffizient. Der Wegfall der Plusklassen soll dem Verbraucher die Kaufentscheidung vereinfachen. 

So kann es sein, dass ein Kühlschrank, der bisher mit A+++ gekennzeichnet war, nach der neuen Kennzeichnung nur ein D erhält. Die neue Einstufung soll die tatsächliche Nutzung der Geräte besser widerspiegeln. Wichtig für den Verbraucher ist aber vor allem, dass die alten Energielabel nicht mit den neuen zu vergleichen sind

Standby-Betrieb vermeiden… Ganz wichtig!

Computer und andere Elektrogeräte sind wahre Stromfresser, auch wenn sie gar nicht gebraucht werden. Am besten das Gerät vom Strom nehmen oder stattdessen an einer schaltbaren Steckdosenleiste anschließen… das kann bis zu 70 Prozent Energie des jährlichen Verbrauchs einsparen.

In dem Zusammenhang ist es vielleicht auch ganz interessant mal ein Energiemessgerät an die verschiedenen Elektro- und Haushaltsgeräte anzuschließen. So sieht man dann schwarz auf weiß, was so ein Gerät verbraucht. Solche Messgeräte gibt’s schon für 20 Euro im Handel.

Waschmaschine und Trockner

Waschmaschinen erst dann starten, wenn sie gut gefüllt ist. Das gleiche gilt übrigens auch für die Spülmaschine. Handtücher, Unterwäsche und Bettwäsche sollen bei 60 oder 40 Grad gewaschen werden, für Buntwäsche genügen 30 bis 40 Grad.

Trockner sind wahre Stromfresser und können nicht mit der Wäscheleine konkurrieren.

Beleuchtung

Energiesparlampen sind energieeffizient, stellen aber bei Bruch und Recycling ein Problem dar: Sie enthalten Quecksilber. LED-Lampen feiern hingegen ihren Siegeszug. Sie sind sparsam, doch recht teuer.

Kühl- und Gefriergeräte

Alte Kühlschränke sollte man immer mal wieder mit einem Energiemessgerät prüfen, auch wenn sie noch funktionieren. Man wird staunen, was so ein alter Kühlschrank an Energie fressen kann.

Da ist es besser, diesen fachgerecht zu entsorgen und ein neues Gerät mit einer entsprechend hohen Energieeffizienz anzuschaffen.

In der Küche

In der Küche kann besonders viel Energie gespart werden, wenn man Folgendes beachtet:

  • Schon bei der Einrichtung ist darauf zu achten, dass sich Herd und Backrohr nicht direkt neben dem Kühlschrank befinden.
  • Das Gefrierfach sollte regelmäßig abgetaut werden.
  • Der Kühlschrank sollte nur kurz offenstehen.
  • Töpfe und Pfannen sollten immer nur über dem passenden Kochfeld erhitzt werden.
  • Generell sollte mit Deckel gekocht werden, da dadurch die Energiezufuhr deutlich gesenkt werden kann. Die Verwendung des Schnellkochtopfs verkürzt die Garzeiten und spart bis zu 60 % Energie ein.

Moderne Geschirrspülmaschinen haben in der Regel eine Wassersparfunktion, die bei leicht verschmutztem Geschirr verwendet werden sollte. Es empfiehlt sich außerdem, die Spülmaschine direkt an den Warmwasseranschluss der Heizung anzuschließen sowie regelmäßig das Sieb zu reinigen und die Wasserhärte zu überprüfen.

Richtiges Heizen

Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1°C senkt die Heizkosten um rund 6 %. Konkret bedeutet das:

  • Raumtemperatur von 24°C auf 20°C senken und Sie sparen zwischen 20 und 25 % der Heizkosten!
  • Wohnräume nicht überheizen. Nachts und tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, kann die Temperatur insgesamt etwas gesenkt werden.
  • Sie sollten Ihre Heizkörper nicht durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge abdecken, damit die Leistung des Heizkörpers voll genutzt werden kann. Außerdem kann nur so die korrekte Funktion des Thermostatventils gewährleistet werden.

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