Oktober 25 2017

Lebensmittelverschwendung

Es wird immer häufiger von Lebensmittelverschwendung gesprochen. Dieses Thema befindet sich ganz oben auf der politischen Agenda und dies sowohl auf regionaler, nationaler als auch auf europäischer und internationaler Ebene.

Worum handelt es sich?

Was ist eigentlich Lebensmittelverschwendung? Man spricht von Lebensmittelverschwendung, wenn ein Nahrungsmittel (ganz gleich, ob es sich um ein Rohprodukt oder um ein verzehrfertiges Gericht handelt), das für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, nicht von einem Menschen verzehrt wird. Hierbei kann es sich um nicht verkaufte Waren, Überschüsse aus der Küche, Essensreste, aussortierte Waren (aufgrund der Größe oder des Aussehens),… handeln.

Für die Produktion, die Verarbeitung und den Vertrieb von Nahrungsmitteln werden Land, Energie und Rohstoffe benötigt. Lebensmittelverschwendung ist also ganz einfach eine Vergeudung all dieser Bemühungen und im alltäglichen Leben belastet sie unser Portemonnaie: Studien zufolge schlagen die im Haushalt verschwendeten Lebensmittel jährlich mit 200 bis 600 Euro zu Buche! Somit wird die Kaufkraft verringert zu Lasten der Haushalte und der Wirtschaft.

Wo aber genau gehen die Lebensmittel verloren? Alle Studien sagen dasselbe: Die größten Verschwender sind und bleiben die Haushalte, auch wenn die Problematik natürlich komplex ist. Die Entwicklung der Familien, der Freizeit, des Arbeitslebens hat unsere Essgewohnheiten vollkommen auf den Kopf gestellt. Manchmal haben wir den Eindruck, dass Nahrung in unerschöpflichen Mengen zur Verfügung steht und somit keinen oder nur geringen Wert hat. Dies ist ein Denkfehler, der Probleme wie Verschwendung, aber auch Junkfood oder Übergewicht zur Folge hat.

Zeit zu handeln!

Belgien wird aktiv. Sowohl der Föderalstaat als auch die Regionen haben verschiedene Aktionen ins Leben gerufen. Im Juli 2015 hat die Wallonie einen Aktionsplan vorgestellt, der zwischen Behörden, Unternehmen, Vereinigungen, Schulen usw. abgestimmt ist. Ziel ist es, die Lebensmittelverschwendung bis 2025 um 30% zu verringern. Wie? Durch Sensibilisierung und Innovation, aber auch durch Erziehung, Forschung (Messung der Verluste) und das Engagement der Stakeholder. In Flandern werden seit April 2014 vergleichbare Aktionen durchgeführt und am kommenden 8. Juni wird das 1. flämische Forum zum Thema Verschwendung stattfinden, welches sich auf die Haushalte konzentrieren wird.

Sie möchten nicht mehr so viel verschwenden? Bravo! Nachfolgend finden Sie ein paar Websites, die Ihnen dabei behilflich sein können:

Und was machen Sie mit dem Geld, das Sie sparen werden?

 

Quelle: Steve Braem AB-REOC / BV-OECO

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