Oktober 25 2017

LED-Lampen die Zukunft?

Die Kompaktstoffleuchte hat der guten alten Glühbirne den Garaus gemacht. Doch auch der Energiesparlampe ist nicht der große Durchbruch gelungen – vor allem, wenn man an die zahlreichen Nachteile denkt. Im Moment gibt es nur eine Alternative und die heißt: LED.

 

Wenn es um EU-Verbote geht, dann hat es in den letzten Jahren kaum einen größeren Aufreger gegeben als das schrittweise Verbot der guten alten Glühbirne. Die Energiesparlampe hat die Glühbirne zum Teil abgelöst, seit fast einem Jahr redet kaum einer mehr von dem birnenförmigen „Geschöpf“. Zumindest nicht in offiziellen Kreisen. Laut EU ist die Glühbirne tot.

Die Kompaktstoffleuchte sollte ihren Siegeszug feiern, doch die Realität sieht anders aus: Im Gegensatz zu Glühlampen leuchten sie nicht direkt mit voller Helligkeit. Die Aufheizphase kann bis zu 2 Minuten dauern. Und da die Zündung jedes Mal bis zu 50 Watt verbrauchen kann, ist der Einsatz von Sparlampen in Räumen, die oft aber nur für kurze Zeit beleuchtet werden, wie zum Beispiel Abstellkammern, Kellerräume oder dunkle Flure, nicht besonders sinnvoll.

Vorsicht mit Quecksilber?

Weitaus gefährlicher ist jedoch, wenn eine Kompaktstoffleuchte zu Bruch geht. Dann besteht nämlich die Gefahr, das giftige Quecksilberdämpfe austreten können. Dann heißt es, Fenster öffnen, damit frische Luft herein kommt und sich die giftigen Gase verflüchtigen. Experten raten, die Scherben mit einem Karton oder Papier zusammenzukehren und in einem Glas luftdicht zu verschließen. Diese Arbeiten nur mit Einmalhandschuhen durchführen und ebenfalls in dem Glas entsorgen. Auf keinen Fall sollte man die Splitter mit einem Staubsauger aufsaugen, da sich die Quecksilberteilchen in der Raumluft verteilen könnten. Und alles, was zur Reinigung benutzt wurde, ist Sondermüll und muss entsprechend im Containerpark entsorgt werden. Ohnehin sind gebrauchte, bzw. defekte Kompaktstoffleuchten Sondermüll.

LED-Leuchtmittel als Alternative

Die bisherige Alternative sind LED-Leuchtmittel. Lange Zeit war das Hauptproblem von LED-Lampen die geringe Lichtausbeute und nicht zuletzt die stattlichen Preise. Doch die Branche hat mächtig aufgeholt und die Technologie schreitet voran.

Worauf muss ich achten?

Zunächst ist einmal die Lumenzahl sehr wichtig, die auf jeder Verpackung angegeben sein sollte. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Kerze hat 12 Lumen (lm), eine 40-Watt-Glühbirne leuchtet mit 400 Lumen und eine 60-Watt-Glühbirne dementsprechend mit 600 Lumen. LED-Lampen gibt es in zwei verschiedenen Varianten: warmweißes und kaltweißes Licht. Der wohl wichtigste Punkt ist aber die Energieeinsparung. LED-Lampen besitzen die höchste Energieeffizienz im Vergleich zu ihren Konkurrenten. Eine LED-Lampe, die 600 Lumen erzeugt, wie bspw. eine 60-Watt-Glühbirne, verbraucht dagegen nur 8 Watt.

LED ist nicht gleich LED

Doch wie bei vielen Produkten üblich, gibt es auch hier große Unterschiede in punkto Qualität. Experten raten von Billigprodukten ab, die vor allem in China hergestellt wurden. Die Anbieter werben oftmals mit hohen Lumenzahlen bei einem sehr günstigen Preis, doch oftmals kann sich dieses Schnäppchen als Entäuschung erweisen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man generell LED-Lampen aus China meiden sollte. Gute Lampen von etablierten Herstellern werden auch in China erzeugt. Entscheidend ist hier nicht der Produktionsstandort, sondern die Qualität.

Die LED-Lampe ist bis dato die beste Alternative zu einer Energiesparlampe. Einziger Wermutstropfen ist oftmals noch der Preis. 20 bis 50 Euro für eine hochwertige LED-Lampe sind dabei keine Seltenheit. Dafür haben LED-Leuchtmittel eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren, was bei Kompaktstoffleuchten nicht der Fall ist und bei Glühbirnen schon gar nicht. Wem es zu teuer ist, der kann ja noch etwas warten.

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