Oktober 12 2021

VSZ unterstützt den International Repair-Day

Die Vereinigung Repair&Share macht sich für Reparaturdienste und -Werkstätten stark. Am Internationalen Repair-Day stehen diese Betriebe dieses Jahr im Mittelpunkt und die VSZ unterstützt diese Initiative.  

Ob Toaster, Handy oder Staubsauger, sind sie erstmal kaputt dann landen sie fast immer im Müll. Eine Reparatur ist meistens keine Alternative. Um diesem Denken entgegenzusteuern, findet am 16. Oktober, zum fünften Mal, der internationale Repair-Day statt. Die Vereinigung Repair&Share legt dieses Jahr ihr Augenmerk auf die verschiedenen Reparaturbetriebe und ihre derzeitige angespannte Lage, indem eine Unterschriftenaktion gestartet wird. Die Verbraucherschutzzentrale setzt sich ebenfalls für diese Unterschriftenaktion ein.

 

Reparateure haben es nicht leicht

Viele neue Produkte sind schon von vorneherein so konzipiert, dass es sehr schwer ist, sie zu reparieren. Durch ihre Komplexität verlängern sich die Reparaturzeit und natürlich auch die Lohnkosten. Zudem kommen auch noch lange Lieferzeiten von Ersatzteilen dazu, und das nicht nur seit Corona.

All diese Ausgaben müssen die Reparaturdienste an den Verbraucher weitergeben, um überhaupt wirtschaftsfähig zu bleiben. Für den Verbraucher wiederum, sind diese Kosten im Vergleich zu einem Neu-Gerät oft viel zu hoch. Eine Reparatur lohnt sich dann einfach nicht.

Eine weitere Schwierigkeit für die Dienste ist es Ersatzteile, Anleitungen und Informationen von den Produzenten zu erhalten. Für alle von Vorteil wäre es, wenn die Hersteller ihre Produktinformationen für jede Werkstätte zugänglich machen würden und nicht nur für die vom Hersteller autorisierten.

 

Die Vorteile von Reparaturen

Auch wenn die Lage schwierig ist, so darf man diese Dienste und Werkstätten nicht abschaffen. Reparieren bedeutet zuallererst einmal weniger Elektroschrott, weniger CO2-Emissionen und einen geringeren Verbrauch von Rohstoffen und Energie. Auch wirtschaftspolitisch gäbe es den Vorteil, dass man weniger abhängig von ausländischen Produzenten ist.

 

Die Politik ist gefragt

Auf politischer Ebene wäre Hilfe dringend notwendig. In vielen europäischen Ländern gibt es schon mehrere Lösungsansätze, um Reparaturen attraktiver und auch günstiger zu machen.

Ob es sich nun um Reparaturfonds, Investitionen in die Ausbildung neuer Fachkräfte oder eine Mehrwertsteuersenkung handelt, all dies wäre auch in Belgien umsetzbar.

 

Wie kann ein jeder helfen?

Um die Politik und Wirtschaft auf die prekäre Situation von Reparaturdienstleistern aufmerksam zu machen und ein Umdenken zu ermöglichen, hat Repair&Share eine Unterschriftenaktion gestartet. Unter diesem Link kann jeder sich daran beteiligen.

 

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Bildquellen:

  • Reparatur: Adobe Stock