Februar 02 2022
Gasflamme

VSZ unzufrieden mit dem Energiepaket der Regierung

Die Verbraucherschutzzentrale VoG zeigt sich von dem Energiepaket der Regierung zur Reduzierung der Energiekosten enttäuscht.

Die VSZ begrüßt zwar die Reduzierung der Mehrwertsteuer von 21% auf 6% bei Elektrizität, leider greift diese Maßnahme viel zu spät und zu kurz. „Die Regierung ist sich seit Monaten bewusst, dass die Energiekosten hoch sind, doch hilfreiche Maßnahmen zur Reduzierung der Energiekosten sind nicht getroffen worden“, moniert Bernd Lorch, Geschäftsführer der Verbraucherschutzzentrale. Es müssen vor allem strukturelle Maßnahmen eingeführt werden um eine Stabilisierung des Energiepreises zu bewirken.

Die VSZ bedauert zutiefst, dass eine Reduzierung der Mehrwertsteuer bei Gas nicht möglich gewesen ist. „Im Gegensatz zu Strom und Heizöl, hat sich der Gaspreis vervier- bis versiebenfacht. Hier wäre es für viele Familien sinnvoll gewesen, die Mehrwertsteuer zu senken“, so Bernd Lorch. Von der einmaligen Heizprämie von 100 €, die über die Stromrechnung an jeden Haushalt ausgezahlt wird, sollte eigentlich jede Familie profitieren. Problematisch ist diese Maßnahme nur bei Mehrfamilienhäusern mit nur einem gemeinsamen Gas- oder Heizölanschluss, denn hier wird die Prämie unter den einzelnen Parteien aufgeteilt. Somit sehen einige Familien nur einen Teil des versprochen Geldes. Ein Wermutstropfen wenn man bedenkt, dass viele Haushalte Vorauszahlungen von 300 € bis 400 € stemmen müssen.

Die Verlängerung des konjunkturbedingten Sozialtarifs für Energiekosten bis zum 30. Juni ist ein Entschluss, den die VSZ sehr befürwortet. Dennoch könnten die gestiegenen Energiepreise besonders für viele Familien, die schon jetzt knapp bei Kasse sind, das Fass zum Überlaufen bringen. Die Verbraucherschutzzentrale rechnet mit einer Welle an Klagen in den kommenden Wochen.

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Bildquellen:

  • Gasflamme: Adobe Stock