Oktober 31 2017

Wallonische Region verbietet Einkaufstüten aus Plastik

30.11.2016 – Ab dem 1. Dezember 2016 sind Einkaufstüten aus Plastik auf dem Gebiet der Wallonischen Region verboten. Die Verbraucherschutzzentrale sagt Ihnen, was genau dahintersteckt.

Welche Plastiktüten sind verboten? Alle Art von leichten Einkaufstüten, die zum Transport von Waren dienen und eine Dicke von durchschnittlich 50 Mikrometer haben (0,05 Millimeter).

Davon ausgenommen sind Einpackfolien, wie sie zum Beispiel für Fleisch- oder Käseprodukte verwendet werden.

Händler, die Einkaufstüten vor dem 9. Juli 2016 gekauft haben, dürfen diese weiterhin bis zum 1. Dezember 2017 verwenden.

Und wie steht’s mit Plastikbeuteln für Gemüse und Obst?

Auch diese werden irgendwann verschwinden. Der Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest. Die Wallonische Region wird zunächst Gespräche mit dem betreffenden Handelssektor führen.

Welche Alternativen gibt es?

Als Alternativen können bspw. Leinensäcke, Einkaufstüten aus Papier oder Karton zum Einsatz kommen oder aber der typische Einkaufskorb.

Wer führt Kontrollen durch?

Nach Angaben der Wallonischen Region ist für die Durchführung der Kontrollen die Umweltpolizei zuständig. Für das Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist dies ein Problem, da es bis heute noch keinen deutschsprachigen Beamten gibt.

Schätzungen zufolge gelangen knapp 9 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr in die Weltmeere. Die Folgen sind verheerend. Viele Meerestiere halten Plastikreste für Nahrung und verenden hinterher qualvoll. Die EU-Kommission schätzt, dass 94 Prozent aller Nordseevögel inzwischen Plastik im Bauch haben.

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