April 13 2022
Ostereier im Nest

Was man über (Oster)Eier wissen sollte

Ostern naht und somit auch die Zeit der Ostereier. Aber worauf sollte der Kunde achten, wenn man Eier kauft und wie bewahrt man sie am besten auf? Diese und andere Fragen beantwortet Ihnen die VSZ.  

Eier, die im Handel angeboten werden, müssen gewisse Qualitätsanforderungen erfüllen. Man spricht von Eiern der Klasse A. Eier, die diese Anforderungen nicht erfüllen, fallen in die Güteklasse B und sind für die Lebensmittelindustrie bestimmt. 

Ei mit Markierung

Eier werden in Gewichtsklassen eingeteilt: Ein kleines Ei (S für Small) wiegt zwischen 43 und 53 g, ein mittleres (M) zwischen 53 und 63 g, ein großes (L) zwischen 63 und 73 g und ein extra großes Ei (XL) über 73 g. Auf manchen Verpackungen steht „in verschiedenen Größen“. Die Packung kann also unterschiedlich große Eier enthalten.

Auf gekauften Eiern befindet sich ein Code, der es ermöglicht die Herkunft des Eis zu bestimmen. Er beginnt mit einer Zahl von 0 bis 3, die für die Art der Hühnerhaltung steht (0 = Bio; 1 = Freilandhaltung; 2 = Bodenhaltung 3 = Haltung in ausgestalteten Tierschutzkäfigen). Danach folgt der Code des Herkunftslandes (z. B. BE = Belgien; NL = Niederlande) und schließlich die Registrierungsnummer des Erzeugers (von der FASNK vergeben). Manchmal steht auch das Mindesthaltbarkeitsdatum oder das Legedatum darauf.

 

Angaben auf der Verpackung

  • Die (von der FASNK erteilte) Zulassungsnummer der Packstelle.
  • Die Qualitätsklasse, d. h. „Klasse A“ oder der Buchstabe „A“, mit oder ohne das Wort „frisch“ (d. h. das Ei wurde vor weniger als 9 Tagen gelegt und vor höchstens 7 Tagen verpackt). 
  • Die Gewichtsklasse (S, M, L, XL)
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum
  • Die Empfehlung, die Eier nach dem Kauf kühl zu lagern.
  • Die Haltungsmethode, d. h. „biologisch“, „Freilandhaltung“, „Bodenhaltung“ oder „Tierschutzgerecht ausgestaltete Käfige“.

Aufbewahrung

Ein Ei kann etwa vier Wochen ab dem Legedatum aufbewahrt werden. Eier sollten kühl und dunkel gelagert werden, um das Salmonellenrisiko zu verringern. Am besten bewahren Sie sie in ihrer Originalverpackung im Kühlschrank auf. Durch die poröse Schale der Eier können nämlich Gerüche eindringen. Daher sollte man sie nicht in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Knoblauch oder geräuchertem Fisch aufbewahren. Vermeiden Sie auch den Kontakt mit Feuchtigkeit, da Bakterien in die Schale eindringen und das Ei kontaminieren können.

Saubere Eier sind länger haltbar als verschmutzte, da Bakterien leicht durch die poröse Schale eindringen können. Reinigen Sie sie daher bei Bedarf mit einem Tuch.

Ein zusätzlicher Tipp:
Eier sollten mit der Spitze nach unten aufbewahrt werden, denn so bleibt das Eigelb am besten an seinem Platz. Die Luftkammer sollte oben liegen, da sonst die Luft nach oben steigt und sich die Membran ablöst.

Die Haltbarkeit hartgekochter Eier hängt davon ab, ob die Schale unverletzt ist und ob die Eier nach dem Kochen abgeschreckt werden oder nicht. Durch das Abschrecken bildet sich nämlich eine Luftschicht zwischen Schale und Ei. Eier sollen sich so zwar leichter schälen lassen, allerdings können auch Mikroorganismen durch die Schale eindringen. Deshalb müssen sie schneller verzehrt werden. Nicht abgeschreckte Eier (mit intakter Schale) halten sich im Kühlschrank maximal bis zu 4 Wochen. Abgeschreckte Eier hingegen sollten innerhalb von ein paar Tagen verzehrt werden. 

Im Handel finden Sie manchmal gefärbte Eier mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) von bis zu 35 Tagen! Dies kommt daher, dass die Eier mit einem (farbigen) Lack behandelt wurden, der die poröse Schale versiegelt.

 

Wie frisch ist ein Ei?

Im Laufe der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden Membranen, die sich direkt unter der Schale befinden, eine Luftkammer. Je älter das Ei, desto größer die Luftkammer. Wenn Sie ein ganz frisches Ei in ein Glas Wasser mit etwas Salz legen, sinkt es auf den Boden. Ein Ei, das nicht mehr frisch ist, schwimmt hingegen, weil die Luftkammer so groß geworden ist, dass sie das Ei an die Oberfläche bringt.

Auch das Eiweiß gibt Auskunft über die Frische. Wenn das Ei frisch ist, ist das Eiweiß fest. Schütteln Sie das Ei vorsichtig in der Nähe Ihres Ohrs, Sie werden fast nichts hören. Wenn Sie das Gleiche mit einem älteren Ei machen, hören Sie, wie sich der Inhalt bewegt.

Weitere Tipps rund ums Ei:

  • Wenn Sie ein Ei um die eigene Achse drehen, können Sie feststellen, ob es sich um ein hart gekochtes oder ein rohes Ei handelt. Ein hartgekochtes Ei wird sich wie ein Kreisel drehen, während ein rohes Ei schnell aufhört sich zu drehen.
  • Wenn das Ei sehr schnell erhitzt oder abgekühlt wird, kann es explodieren. Deshalb kann man Eier nicht in der Mikrowelle zubereiten. Denn durch die schnelle Erwärmung des Inneren wird die Schale einem zu starken Druck ausgesetzt.
  • Das Eigelb ist reich an Cholesterin. Deshalb wurde früher empfohlen, nicht mehr als zwei Eier pro Woche zu verzehren. Mit den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen hat sich die Empfehlung geändert: Ein hoher Cholesterinspiegel im Blut hängt nicht mit dem Cholesterin in der Nahrung zusammen, sondern mit einem Übermaß an gesättigten Fettsäuren in bestimmten Lebensmitteln. Der Verzehr von Eiern hat nur einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut.

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Bildquellen:

  • Ei mit Markierung: VSZ
  • Ostereier: Fotolia