April 06 2022
leerer Geldbeutel mit Heizung

Was tun, wenn ich meine Energierechnungen nicht bezahlen kann?

Angesichts steigender Energiepreise, aber auch der Lebenshaltungskosten allgemein, fällt es vielen Menschen zunehmend schwer, ihre Rechnungen zu bezahlen. Die VSZ sagt Ihnen, was Sie unternehmen sollten.

Seit letztem Herbst steigen die Energiepreise stetig an und ein Ende ist angesichts des Ukraine-Kriegs nicht in Sicht. Viele Verbraucher denken mit Schrecken an die nächste Energierechnung und sind nicht mehr in der Lage, ihre Rechnungen angesichts der aktuellen Preise zu bezahlen.

 

Kontakt zum Energieversorger aufnehmen

Sind Ihnen die Rechnungen zu hoch, sollten Sie auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken, sondern unverzüglich reagieren. Bei Zahlungsschwierigkeiten sind nämlich die Energieversorger oft bereit, mit Ihnen nach Lösungen zu suchen.

So ist es beispielsweise möglich einen angepassten Zahlungsplan mit dem Energieversorger zu vereinbaren. Zögern Sie also nicht, sich mit Ihrem Energieversorger in Verbindung zu setzen, wenn Sie unnötige Zusatzkosten vermeiden möchten.

 

Folgen bei Nichtzahlung

Wenn Sie Ihre Energierechnung nicht bezahlen, werden Sie in Kürze Mahnungen und Zahlungsaufforderungen von Ihrem Energieversorger erhalten. Wenn Sie nach einer Mahnung nicht zahlen, kann Ihr Versorger in der Wallonischen Region einen Budgetzähler installieren. Wenn Sie kein geschützter Kunde sind, zahlen Sie für Ihre Energie den Tarif, der in dem Vertrag mit Ihrem Energieversorger festgelegt ist.

Wenn Sie den Status eines geschützten Kunden haben, ist das Verfahren anders, und auch das ÖSHZ kann helfen.

Im Rahmen der Corona-Krise wurde darüber hinaus der Status des „konjunkturbedingt geschützten Kunden“ eingeführt. Personen, die in diese Kategorie fallen, haben bis zum 30. September Anrecht auf den Sozialtarif. Ob Sie Anrecht auf den konjunkturellen Sozialtarif haben, erfahren Sie hier.

 

Wie kann ich mich finanziell auf die hohen Preise vorbereiten?

Einige Anbieter haben bereits die Vorauszahlungen teilweise erheblich erhöht, sodass Sie jeden Monat bereits mehr bezahlen. Sie können aber auch von sich aus vorschlagen, höhere Zwischenzahlungen zu tätigen. Auf diese Weise können Sie vermeiden, dass Ihre Jahresrechnung Ihnen eine böse Überraschung bringt und eine hohe Nachzahlung von Ihnen gefordert wird. Bei einigen Anbietern können Sie auch regelmäßig Ihre Zählerstände im Kundenportal übermitteln, damit der Betrag Ihrer Vorauszahlungen neu berechnet werden kann.

Bei höheren Vorauszahlungen besteht allerdings auch ein gewisses Risiko, dass Energieversorger in Konkurs gehen oder ihre Geschäftstätigkeit einstellen. Bei einem Konkurs besteht dann die Gefahr, dass Sie zu viel an Ihren Versorger gezahltes Geld nicht zurückbekommen.

Einige Tipps zur Vorbeugung:

  • Berechnen Sie Ihre jährlichen Fixkosten und teilen die Summe anschließend durch 12, um die monatlichen Unkosten zu erhalten.
  • Da niemand vor unvorhergesehenen Ereignissen geschützt ist, beziffern Sie die vorhersehbaren Ausgaben, die an einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr zu bezahlen sind (z. B. Urlaub, Wassergeld, Weihnachtsgeschenke, Schulanfang, etc.). Wenn Sie diese Beträge zusammenzählen und ebenfalls durch 12 teilen, wissen Sie, wie viel Sie monatlich zurücklegen müssen, damit Sie sich nicht einschränken müssen, wenn eine dieser Ausgaben ansteht.
  • Damit Sie gar nicht erst in Versuchung kommen, das Geld anderweitig auszugeben, können Sie zur Sicherheit einen Dauerauftrag einrichten, mit dem monatlich ein Betrag auf ein Sparkonto überwiesen wird. Dieses Sparkonto dient dann dazu, die regelmäßigen Rechnungen zu begleichen.
  • Wenn Sie trotzdem Schulden machen, rufen Sie als erstes Ihren Gläubiger an, um eine Einigung zu finden oder wenden Sie sich an eine Schuldnerberatungsstelle.

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Bildquellen:

  • Rechnung nicht bezahlen: Adobe Stock