Oktober 31 2017

Weichspüler – Risiko für Umwelt und Gesundheit?

Ein flauschig weiches Handtuch vom Regal nehmen oder einen herrlich duftenden Rollkragenpulli überziehen, Weichspüler sei Dank! Ob dabei ein Risiko für die Gesundheit besteht, darüber klärt die Verbraucherschutzzentrale auf.

Wie funktioniert ein Weichspüler?

Ein Weichspüler macht die Wäsche nicht sauberer, sondern verhindert, dass sich Kalk aus dem Waschwasser auf der Faser ablagert und sie aufplustert. Dadurch entsteht das beliebte „Kuschelgefühl“. Weichspüler wirken wie ein Magnet: Sie heften sich an jede einzelne Faser, glätten sie und die Textilien wirken weich und angenehm auf der Haut.

Beim Weichspüler geht es vor allen Dingen darum, den Effekt der Trockenstarre zu unterbinden, damit die Wäsche sich nach dem Waschen in der Maschine und anschließendem Trocknen nicht hart anfühlt.

Die aktive Rolle dabei spielt eine bestimmte Seifenart, die sich in der Fachsprache „kationische Tenside“ nennt. Tenside sind waschaktive Substanzen, wie sie in jeder Seife zu finden sind.  Kationische Tenside haben zwar keine gute Reinigungswirkung, aber sie verhindern, dass sich die Wäsche elektrostatisch auflädt.

Weichspüler belasten die Umwelt

In der Vergangenheit wurden kationische Tenside vornehmlich aus Erdöl gewonnen. Sie belasteten vor allem den Klärschlamm, töteten Wasserlebewesen und konnten Hautirritationen hervorrufen. Zudem besaßen sie ein erhöhtes Allergiepotential.

Inzwischen wird diese problematische Generation von Tensiden fast vollständig durch eine Neuentwicklung ersetzt, die so genannten „Esterquats“. Dabei handelt es sich um Substanzen, die aus Tier- oder Pflanzenfetten gewonnen werden und weniger schädlich für die Umwelt sind.

Doch die Angabe auf dem Etikett „biologisch abbaubar“, bedeutet nicht, dass das Produkt gut für die Umwelt ist. Denn alle Wasch- und Reinigungsmittel, auch die neue Generation von Weichspülern, belasten in irgendeiner Form die Umwelt. Deshalb sollte so sparsam wie möglich dosiert werden.

Weichspüler lösen Allergien aus

Fast alle Weichspüler sind mit Duftstoffen angereichert. Die Zusammensetzung und die Gehalte der Einzelbestandteile der Duftstoffe werden aber nicht auf dem Etikett deklariert, mit Ausnahme von 26 Duftstoffen, die durch ein hohes Allergiepotential auffallen. Diese müssen mit ihrem Namen auf der Produktverpackung einzeln genannt werden. Die Kosmetikrichtlinie schreibt eine Deklarationspflicht vor, wenn die Konzentration der bedenklichen Duftstoffe in Produkten, die nicht auf der Haut verbleiben (z.B. Duschgele, Shampoos oder auch Weichspüler), mehr als 0,01 Prozent beträgt.

Der beste Schutz ist allerdings gar keinen Weichspüler zu benutzen.

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