Oktober 26 2017

Wie gefährlich sind Aluminiumsalze in Deos?

Wissenschaftler warnen mit einer neuen Studie vor Alumiumsalzen, wie sie beispielsweise in Deos vorkommen. Laut Studie verursachte der Wirkstoff Brustkrebs bei Versuchstieren.

Jeder Mensch dünstet pro Tag mindestens einen halben Liter Schweiß aus. Und das vor allem unter den Achseln: Schweißgeruch ist die Folge. Um dies zu vermeiden greifen wir zum Deo. Doch viele Deos enthalten Aluminium.

Wie gefährlich ist der Stoff für unsere Gesundheit?

Zwei Schweizer Wissenschaftler haben bei Experimenten an Mäusen festgestellt, dass Aluminium, bzw. Aluminiumchlorid die Bildung von Tumoren begünstigt. Diese Studie wurde vor kurzem, in dem für die Krebsforschung berühmten Journal of cancer, veröffentlicht. Im Experiment wurden Brustzellen von Mäusen regelmäßig dem Kontakt mit Aluminiumsalzen ausgesetzt. Die Aluminiumsalze waren bis zu 100.000 Mal verdünnt, wie sie auch im Deo zu finden sind. Die behandelten Brustzellen wurden gesunden Mäusen eingepflanzt und nach einigen Monaten konnte man die Entwicklung von Tumoren bei diesen gesunden Mäusen feststellen.

Der Film „Die Akte Aluminium“ von Bert Ehgartner hat im Frühjahr 2015 bereits für einigen Wirbel gesorgt. Die Dokumentation berichtete über die Gefahren von Aluminium für den Menschen. So wird dieser Giftstoff immer wieder mit Brustkrebs und der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht. Vor einigen Jahren haben italienische Forscher im Blut von Alzheimerpatienten eine erhöhte Alu-Konzentration entdeckt.

Tatsächlich sind wir buchstäblich von Aluminium umgeben: Nicht nur in Autos oder Verpackungsmitteln wie Tetrapack, Joghurtdeckeln und Getränkedosen, sondern auch in Sodbrandtabletten und in Kosmetikartikeln, wie Deos.

Grundsätzlich muss jedoch zwischen Deodorant und Antitranspirant unterschieden werden. Ein Deo wirkt auf die Bakterien, die beim Zersetzen der Eiweißbestandteile entstehen. Somit ist ein Deo in diesem Sinne nichts anderes als ein Geruchsblocker. Ein Antitranspirant verhindert von vornherein die Bildung von Schweiß. Das tut es vor allem durch Aluminiumsalze (Aluminiumchlorid), die die Schweißdrüsen verengen und so schweißhemmend wirken. Aluminiumchlorid ist in fast allen Deos (Antitranspirantien) einer der Hauptwirkstoffe.

Heftiger Streit

Doch unter Wissenschaftlern tobt heftiger Streit, ob Aluminium in Deos wirklich gesundheitsschädigend ist. Die Befunde sind immer sehr widersprüchlich. Die öffentlichen Behörden sehen derzeit keine Gefahr für Verbraucher durch eine Aluminiumaufnahme aus Gegenständen wie Verpackungen für Lebensmitteln oder kosmetischen Mitteln. Die neue Studie wird die Debatte sicherlich neu entfachen.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich schreibt in einem Pressebericht, dass bei Verwendung von Deos mit Aluminium, Aluminiumsalze über die Haut in den Körper gelangen können. Sie manipulierten das Immunsystem und bei verletzter Haut, beispielsweise durch Achselrasur, sei die Aufnahme noch größer und es könne in den Zellen gespeichert werden. So würde Brustkrebs beispielsweise am häufigsten neben den Achseln diagnostiziert, also dort wo aluminiumhaltige Deos aufgetragen werden.

Wer auf Nummer sicher gehen will, der soll beim Kauf von Deos einen Blick auf die Beschreibung werfen. Produkte mit Bezeichnungen wie Aluminium, Kalium-Aluminium-Sulfat und Alaunsalz sollten gemieden werden.

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